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Aufgrund der guten Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit Russlanddeutschen bei der Durchführung der o.g. Maßnahme „Arbeit statt Sozialhilfe“ entstand die Idee zur Durchführung eines gemeinwesenorientierten Integrationsprojekts für Spätaussiedler. In Trägerschaft der Griechischen Gemeinde e.V. wurde so im Zeitraum April 2001 bis März 2004 ein dreijähriges BMI-Integrationsprojekt „zur kulturellen Integration von Spätaussiedlern und Ausländern“ installiert, das vom BAMF über Mittel des Bundesinnenministeriums bewilligt wurde. Die Bildung eines Netzwerks zur Integration junger Migranten stellte hierbei einen besonderen Arbeitsschwerpunkt dar. |
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Zum 01.12.2003 übernahm die Griechische Gemeinde e.V. die Trägerschaft der Tageselternvermittlung und -qualifizierung der Stadt Castrop-Rauxel. Zum Aufgabengebiet gehört u.a. die Vermittlung von Tageseltern an Berufstätige, die Qualifizierung (Erste Hilfe-Kurse, gesetzliche Grundlagen, Seminarangebote) und der regelmäßige Erfahrungsaustausch. Die Teilzeitstelle wird über Mittel des Jugendamts der Stadt Castrop-Rauxel finanziert. Aufgrund der überaus erfolgreichen Arbeit im ersten BMI-Projekt wurde im Zeitraum April 2004 bis März 2007 ein weiteres BMI-Integrationsprojekt für Spätaussiedler und Ausländer mit dem Titel „AGORAJugendkulturCLUB“ installiert. Entscheidend war hierbei die Fokussierung auf die Zielgruppe der jugendlichen Spätaussiedler und Ausländer und die intensive Nutzung von Multiplikatoren aus der Zielgruppe. Das Projekt wurde von der Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit (BAG-EJSA) als „Best Practice“-Projekt ausgezeichnet. Zum 01.11.2005 startete ein zwölfmonatiges Qualifizierungsprojekt mit dem Titel „Crossmediale Grundlagen in Film, Funk & TV“ („Medienprojekt“), das von der Vestischen Arbeit Castrop-Rauxel finanziert wurde und das Ziel hatte, junge Menschen im ALG-II-Bezug in Ausbildung oder auf den Ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln. Aufgrund des großen Erfolgs des Projekts wurde das Projekt bereits zweimal verlängert. Am 15.08.2008 startete ein neues AGH-Projekt mit dem Titel „Medien in der Alltagswelt“, das thematisch ähnlich konzipiert wurde und ebenfalls das Ziel hat, junge Menschen bei der Arbeitsmarktintegration zu unterstützen. Zudem sollen Vereine, Selbsthilfegruppen und Initiativen bei der Öffentlichkeitsarbeit im medialen Bereich (Erstellen einer Homepage, eines Films, eines Plakats, eines Flyers usw.) unterstützt werden. Zum 01.01.2006 übernahm die Griechische Gemeinde e.V. die Trägerschaft der offenen Kinder- und Jugendarbeit im Kulturzentrum AGORA. Zuvor lag die Trägerschaft dieses Arbeitsbereichs noch beim evangelischen Kirchenkreis Herne. Finanziert wird die Teilzeitstelle (19,25 Std.) zu 90 Prozent vom Jugendamt der Stadt Castrop-Rauxel und zu 10 Prozent von der Griechischen Gemeinde e.V.. Im Rahmen dieses Arbeitsbereichs wird seitdem unter der Leitung einer sozialpädagogischen Fachkraft ein variantenreiches Angebot für Kinder- und Jugendliche bereitgestellt (siehe Arbeitsbereiche: „Kinder- und Jugendarbeit“). Zum 01.10.2006 wurde das Kulturzentrum AGORA in das Netzwerk der „Mehrgenerationenhäuser“des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen & Jugend für den Kreis Recklinghausen aufgenommen. Hierdurch erreichte das intergenerative Miteinander eine neue Qualität. Gruppenangebote wie eine Malwerkstatt, eine Holzwerkstatt, ein Lesekofferprojekt für Kindergartenkinder, ein Bandprojekt oder eine griechische Tanzgruppe seien an dieser Stelle exemplarisch benannt (siehe Arbeitsbereiche: „Mehrgenerationenhaeuser“). Im November 2007 wurden zwei Mitglieder der Griechischen Gemeinde e.V. (Stella Ananiadou, sowie posthum der Jahr 2007 verstorbene ehemalige 1. Vorsitzende der Griechischen Gemeinde Spyros Papaspyrou) für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement vom Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers mit dem Verdienstorden des Landes NRW ausgezeichnet. |
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Zum 01.01.2008 übernahm die Griechische Gemeinde e.V. die Trägerschaft der Integrationsagentur des Landes NRW (ehemals: Fachstelle für Migration und interkulturelle Arbeit). Zuvor lag die Trägerschaft dieses Arbeitsbereichs noch beim evangelischen Kirchenkreis Herne. Integrationsagenturen sollen Integrationschancen und -probleme erkennen, benennen und in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit Institutionen und Einrichtungen nach Lösungen suchen. Die Rahmenkonzeption des Landes NRW gibt dafür die drei Eckpunkte bürgerschaftliches Engagement von und für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, interkulturelle Öffnung und sozialraumorientierte Arbeit vor (siehe Arbeitsbereiche: „Integrationsagentur“). Zum 01.02.2009 wurde ein Projekt zur Förderung der Lesekompetenz von Grundschülern in offenen Castrop-Rauxeler Ganztagsgrundschulen mit dem Titel „Lesen für Castroper Kinder“ in Trägerschaft der Griechischen Gemeinde e.V. installiert, das aufgrund des großen Erfolgs bereits zweimal verlängert wurde. Neben der Griechischen Gemeinde beteiligen sich das Jugendamt Castrop-Rauxel, die Volksbank Henrichenburg und die Bürgerstiftung AGORA an der Finanzierung des Projekts, das mit Bücherkoffern, Vorlesewettbewerben unter Beteiligung prominenter Juroren (Bürgermeister der Stadt Castrop-Rauxel, Direktor der Sparkasse Vest Castrop-Rauxel, RWE-Vorstandsvorsitzender, Direktorin der Volksbank, Jugendamtsleitung etc.) und der Errichtung einer mehrsprachigen Kinderbibliothek inhaltliche Höhepunkte vorweisen kann. Zum 01.04.2009 wurde im Rahmen des Aktionsprogramms „Kindertagespflege“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen & Jugend ein neues Projekt zur Qualifizierung/Vermittlung von Tageseltern im Kulturzentrum installiert und das Kulturzentrum AGORA als „Modellstandort“ ausgezeichnet. In Kooperation mit der AWO, der rebeq, dem Jugendamt Castrop-Rauxel und der Griechischen Gemeinde wurden seit Projektbeginn bereits über 50 Tageseltern qualifiziert und die Kindertagespflege als fester Bestandteil der Betreuungsangebote im Stadtgebiet etabliert. Aufgrund des großen Erfolgs wurde die Kindertagespflege in unveränderten Strukturen (Stundenvolumen, Schulungszeiten, Räumlichkeiten etc.) auch nach Auslaufen der Bundesförderung im April 2011 im Kulturzentrum AGORA als festes Angebot installiert. Im Mai 2010 fand erstmals die große Ausbildungsbörse im Kulturzentrum AGORA statt, bei der 28 Handwerksbetriebe in kleinen „Berufsinseln“ anschaulich ihren jeweiligen Ausbildungsberuf vorstellten. Über 500 Schüler der umliegenden Schulen aus Castrop-Rauxel und Waltrop profitierten von der Veranstaltung, die von der Griechischen Gemeinde, der Agentur für Arbeit, den Wirtschaftsförderungen Castrop-Rauxel und Waltrop und den jeweiligen Kammern organisiert und begleitet wurde. Aufgrund des großen Erfolgs findet die Ausbildungsbörse nun jährlich im Kulturzentrum statt. Zum 01.10.2010 konnte das Projekt „Naturdetektive im AGORA“ über die „Futurino-Projektförderung“ der Henkel AG/Persil installiert werden. Unter Beteiligung von zwei ehrenamtlich tätigen Senioren der Naturfreunde e.V. erhielten Kinder der umliegenden Kindergärten die Gelegenheit, sich in mehrstündigen Workshops bei Nutzung des großen Außengeländes über Naturkunde (Insekten, Blätter, Nutzung von Wurzelhäusern etc.) zu informieren. Die Kinder erhielten außerdem das begehrte „Futurino“-Umweltzertifikat. Zum 01.07.2011 wurde das zwölfmonatige Projekt „Alte Gewerke – Neu erleben“ im AGORA installiert, das über die Gelsenwasser AG gefördert wird. In diesem Projekt werden den Kindern des Familienzentrums S.T.A.R.K. dem Projekttitel entsprechend „alte Gewerke“ (backen, filzen, Papier schöpfen etc.) vorgestellt. Insgesamt werden bis zum Projektende ca. 80 Kinder erreicht. Die Integrationsagentur unterstützt den Vorstand der Griechischen Gemeinde bei der Konzipierung, Organisation etc. und begleitet auch die inhaltliche Umsetzung. Seit dem 01.08.2011 wird die offene Kinder- und Jugendarbeit im Kulturzentrum AGORA in erhöhtem Umfang gefördert. Die Personalstelle der Sozialpädagogin wurde aufgrund des erhöhten Bedarfs auf eine Vollzeitstelle erhöht, wodurch den Kindern und Jugendlichen weitere Angebote bereitgestellt werden können. Seit dem 01.09.2011 werden acht Arbeitskräfte der Griechischen Gemeinde in enger Kooperation mit dem Jugendamt in den hauswirtschaftlichen Bereichen der umliegenden Kindergärten eingesetzt. Zum 01.11.2011 stellte die Griechische Gemeinde drei Bürgerarbeiter ein, die mit einer 30-Std.-Stelle das Konzept „Essen und Trinken als Qualitätsmerkmale in städtischen Kindertagesstätten“ umsetzen. Im November 2011 erhielten die Verantwortlichen der Griechischen Gemeinde die erfreuliche Nachricht, dass das Aktionsprogramm „Mehrgenerationenhäuser II“ zum 01.01.2012 für die Dauer von drei Jahren über das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen & Jugend gefördert wird und das Zentrum erneut als „Modellstandort“ für den Kreis Recklinghausen ausgesucht wurde. Für das Kulturzentrum bedeutet die Förderung, dass wichtige gewachsene Strukturen aufrecht erhalten werden können und hierdurch eine Vielzahl von Bürgern verschiedener Altersstufen aus dem Umfeld weiterhin notwendige Unterstützungsleistungen erhalten. Neue Handlungsschwerpunkte des Programms liegen u.a. in den Bereichen „Integration & Bildung“ sowie „Alter & Pflege.
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