M.ERLE

Projekttitel/Arbeitsbereich: M.ERLE 2011" (Multikulturalität ERLEben) - Eine spezifische Maßnahme für Frauen mit Zuwanderungsgeschichte

Projektlaufzeit: 01.01.2011 – 31.12.2011

Inhaltliche Umsetzung:

Um die in den vorherigen spezifischen Maßnahmen M.O.L.A. und M.I.M. 2010 erworbenen Lerneffekte (Kenntnisse über diverse Kulturstandards, Fertigkeiten am PC, Umgang mit neuen Medien, etc.) zu vertiefen, werden in der Maßnahme M.ERLE 2011 im ersten Halbjahr die Teilnehmerinnen (Frauen mit Zuwanderungsgeschichte und niedrigem Bildungsniveau, die über die vorherigen spezifischen Maßnahmen niedrigschwellige, passgenaue Angebote erhielten und mittlerweile eine feste Kerngruppe darstellen) zunächst ihre Vorstellungen von Heimat und Integration in einem Fotobuch darstellen (Leben in der Heimat vs. Leben in Deutschland mit Fotos, Gedichten etc.) und dieses der Öffentlichkeit zu festgelegten Terminen (Presse, interessierte Besucher, Kommunalpolitikern) präsentieren. So entsteht ein Exponat (das Buch "M.ERLE 2011."), in dem sich verschiedene Biografien mit einem breiten Spektrum an Herkunftsländern (Jordanien, Pakistan, Thailand, Kirgisien etc.) wiederfinden. Der durch die vorherigen spezifischen Maßnahmen erzielte Effekt der Steigerung des Selbstbewusstseins führte dazu, dass der Bedarf nach einer Möglichkeit der Selbstdarstellung an die Integrationsagentur herangetragen wurde und die Möglichkeit der Präsentation in einem Buch von den Teilnehmerinnen gewünscht wurde. Um das vorhandene Wissen zu eruieren und zu bündeln, wird die Projektleitung der spezifischen Maßmahme zunächst biografische Interviews ("narratives Interview") mit den Teilnehmerinnen führen und diese auswerten. So wird erreicht, dass sich die Buch-Portraits der Teilnehmerinnen zu einem homogenen Ganzen zusammenfügen und Gemeinsamkeiten herausgestellt werden, ihre "Migration erhält ein Gesicht". Der bereits initiierte Prozess der Selbstwertsteigerung kann so verstärkt werden und es kann erprobt werden, ob ein "Buch" ein diesbezüglich adäquates Medium darstellt. Angedacht ist in diesem Zusammenhang u.a. auch, dass die Beteiligten das Buch bei Großveranstaltungen des Zentrums gemeinsam präsentieren.

Im zweiten Halbjahr werden die Teilnehmerinnen in den vorhandenen Werkstätten des Kulturzentrums Begleitmaterialien zur Unterstützung von Konversation & Kommunikation entwickeln (Brettspiele, Memory-Spiele etc.). Mit diesen gelingt es, deutsche Sprachphänomene künstlerisch zu vergegenständlichen und dadurch praktisch zu üben und zu vertiefen. Mit diesen Materialien werden die Teilnehmerinnen gegen Maßnahmeende in ihr soziales Umfeld (Familie, Nachbarschaftsnetzwerke) entlassen um dort nachhaltig die Barrieren zum Sprachwerwerb herabzusetzen und Multiplikatorenfunktion zu übernehmen. Selbst entworfene und hergestellte Materialien werden somit als persönliches Ausdrucksmittel und als Lernhilfe eingesetzt.

Modul 1 Heranführung an das Thema

  • - "Wie präsentiere ich meine Biografie in einem Buch?"
  • - Foto-Recherche/technische Detailfragen

Modul 2 Durchführung der Interviews

  • - Erstellung eines Interviewleitfadens/Durchführung
  • - Auswertung

Modul 3 Erstellung des Fotobuchs/Präsentation etc.

  • - Zusammenstellung des Buches
  • - Präsentation/Öffentlichkeitsarbeit, etc.

Modul 4 Erstellung der Begleitmaterialien

  • - Auswahl der zu erstellenden Spiele
  • - Auswahl der geeigneten Rohstoffe
  • - Umsetzung der Idee zu einem Lernmaterial

Modul 5 Einsatzmöglichkeiten im sozialen Nahraum

  • - Auswahl der Einsatzmöglichkeiten
  • - Umsetzung & Erfahrungsaustausch
  • - Auswertung

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 8:30 bis 15:00 Uhr nach Absprache

Ansprechpartner: Susanne Gregor-Bähr, päd. Mitarbeiterin

Kontakt: 02305 92304-0/info@agora-kulturzentrum.de