Integrationsagentur des Landes NRW im Kulturzentrum AGORA

 

Projekttitel/Arbeitsbereich:
Integrationsagentur Castrop-Rauxel

Förderung: Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW - Griechische Gemeinde e.V.

Projektlaufzeit: fortlaufend

 

Inhaltliche Ausrichtung:

 

Ziele der Integrationsagentur

Die Integrationsagenturen lösten die Migrationsfachdienste ab dem 01.01.2007 ab. Sie sollen Integrationschancen und -probleme erkennen, benennen und in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit Institutionen und Einrichtungen nach Lösungen suchen. Sie sollen wirksame Beiträge für die Integration von Zuwanderern anregen, Bewusstsein für die anstehenden Aufgaben schaffen und die Möglichkeiten und Kräfte zusammenführen (Integrationsmanagement / Netzwerkarbeit).

 

Die Rahmenkonzeption des Landes NRW gibt dafür vier Eckpunkte vor:

1.Bürgerschaftliches Engagement von und für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte
2.Interkulturelle Öffnung
3.Sozialraumorientierte Arbeit
4.Antidiskriminierungsarbeit

 

Bezogen auf die Arbeit der Integrationsagentur im Kulturzentrum AGORA lassen sich auszugsweise folgende Aufgabenfelder benennen:

Zu 1.: (bürgerschaftliches Engagement)

•Begleitung des ehrenamtlichen Vorstands der Bürgerstiftung „AGORA für die Region Ruhrgebiet“
•Eruierung von Bedarfen und Interessen hins. möglicher Einsatzfelder (Tanz, Musik, Handarbeit usw.) für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Heranführung dieser Zuwanderer an Räumlichkeiten in MOs im Stadtgebiet entsprechend der Bedarfe, um dort eigene Seminarangebote nach vorhandenen Potentialen anzubieten/Aktivierung von Selbsthilfe.
•Durchführung einer interkulturellen Woche in Castrop-Rauxel in Kooperation mit anderen Migrantenorganisationen
•Gestaltung eines Jahresangebots für das Kulturzentrum AGORA in den Bereichen Kultur, Bildung, Religion etc. mit den Akteuren der MO der Griechischen Gemeinde e.V./Gestaltung eines Kursangebots für das Kulturzentrum (Yoga, Feldenkrais, Kinderballett, musikalische Früherziehung, Aerobic usw.), das auch von Bürgern mit geringem Haushaltseinkommen genutzt werden kann.
•Unterstützung von Selbsthilfegruppen im Stadtgebiet/Unterstützung von MOs bei der Beschaffung von Räumen
•Unterstützung und Begleitung des Vorstands der Griechischen Gemeinde bei logistischen, organisatorischen und strukturellen Problemen und bei der Durchführung von Projekten/eigenen Aktivitäten (siehe „Fachbereiche“).

Zu 2.: (interkulturelle Öffnung)

Unterstützende Hilfen bei Kindern und Jugendlichen mit schulischen Problemen. Übernahme einer Schnittstellenfunktion zwischen den Betroffenen und den Institutionen (Schule, Jugendamt, Vestische Arbeit, Träger usw.).

•Übernahme einer Schnittstellenfunktion zwischen Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte, denen die Vermittlung von der Schule in den Beruf nicht gelang und den entsprechenden Institutionen (Schule, Jugendamt, Jobcenter, Träger usw.) bzw. dem Arbeitsmarkt. Ziel ist der Aufbau von Kontakten und entsprechend die Vermittlung der Jugendlichen auf den zweiten Arbeitsmarkt (Qualifizierungs-Projekte bei Kolping, rebeq, der Griechischen Gemeinde oder einem anderen Träger) und zwischen den Diensten. 
•Begleitung des Projekts „Lesen für Castroper Kinder“ an Grundschulen im Sozialraum (insbesondere an die GS Grüner Weg), das sich unter dem Einsatz von Kinderbüchern gezielt mit der Lesefrühförderung von Grundschülern befasst.
•Co-Beratung, Vermittlung von Informationen im Kontext von Migration (Schüler, Studenten, Fachhochschulen, Universitäten etc.).
•Durchführung einer großen Ausbildungsbörse im KUZ AGORA
•Begleitung der explizit interkulturell angelegten Gruppenangebote und Veranstaltungen des Zentrums (Tanzfestival, Sommerfest usw.).

Zu 3.: (sozialraumorientierte Arbeit)

•Durchführung eines russischen Musik-Festivals im Amphitheater des KUZ AGORA (evtl. unter Beteiligung griechischer und einheimischer Musiker)
•Begleitung der im Kulturzentrum von den Kolpingbildungszentren durchgeführten Integrationskurse (Förderung durch das BAMF).
•Vermittlung von Migranten in Angebote zur Verbesserung des Sprachvermögens (Integrationskurse, spezifische Maßnahmen usw.). Desweiteren sollen insbesondere Frauen aus dem islamischen Kulturkreis Orientierungshilfen im lebensweltlichen Bereich erhalten.
•Durchführung spezieller Seminarangebote für besondere Personengruppe mit Zuwanderungsgeschichte in Kooperation mit der Polizei (Verkehrsschule, Übersicht über Ordnungswidrigkeiten, „Enkel-Trick“, kleine Delikte im Schulalltag usw.).
•Konfliktmanagement/Mediation im Sozialraum (insbesondere bei Konflikten mit interkulturellem Bezug)

Öffnungszeiten:
Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag:  08:00 bis 17:00 Uhr nach Absprache

Ansprechpartner:

Leitung Integrationsagentur/Zentrumsleitung:
Thorsten Schnelle, Dipl.-Sozialwissenschaftler (Soziologe), Dipl.-Sozialpädagoge

Kontakt: 02305 92304-0
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